Recall 7 Jahre

Ein weiterer Fall mit einem fakturiertem Instrument, welches nicht entfernt werden konnte, bzw. sollte.
In diesem Fall ist eine ProFile 25.04 frakturiert. Der apikale Knick war auf dem Ausgangsbild nicht erkennbar. Ein DVT hatten wir nicht angefertigt. Wozu, der Zahn schien so einfach…

Erst in der Röntgenkontrolle des Fragmentes war die schwierige apikale Situation sichtbar. Im Ausgangsbild war es nicht erkennbar.

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Eene, meene, muh …

von Donald Becker

Die klinisch zwischen 26 und 27 gelegene aktive Fistelung ließ den überweisenden Kollegen stutzig werden. Welcher der beiden Zähne könnte die den Patienten stark verunsichernde Fistelung verursachen.

Die gesamte Dokumentation und die Auflösung ( … und raus bist Du.) gibt es hier auf Wurzelspitze.

Kollagen Applikation

Heute von Donald Becker aus dem Jahre 2009. Genauer 23.10.2009

Das Erstellen eines periapikalen Widerlagers aus Kollagen ist eine Massnahme, die in unserer Praxis immer dann zum Einsatz kommt, wenn im periradikulären Raum oder im Bereich von Perforationen größere knöcherne Defekte bestehen, die ein massives Überpressen des Obturationsmaterials (MTA) wahrscheinlich werden lassen.

Da es im Periapikalbereich selten trockene Verhältnisse gibt, scheidet medizinischer Gips als Material für ein Widerlager aus, da die aus dem Gewebe hinzukommende Feuchtigkeit ein Abbinden unmöglich macht. Das Einbringen von kleinen Kollagenvliespartikeln bietet die Möglichkeit ein verlässliches Widerlager zu erstellen, ohne daß selbst nennenswerte Mengen von Feuchtigkeit dies behindern.

Das Einbringen dieser kleinen Kollagenstückchen kann jedoch mitunter sehr zeitaufwändig sein und eine wirkliche Geduldsprobe darstellen. Bereits das Einbringen in die Kavität hat so seine Tücken: das Kollagen klebt sofort am Einbringinstrument an, wenn dieses nicht absolut trocken ist.

Wird das Kollagen mit einer Pinzette eingbracht, so muss darauf geachtet werden, dass der Pinzettendruck nicht zu groß ist, da anderenfalls das Kollagen in den Vertiefungen der Pinzettenbranchen hängen bleibt.

Neben der Methode, die in Christoph Kaadens Video zu sehen ist (er bringt das Kollagen mit Hilfe eines S-Kondensors ein) hat sich in unserer Praxis eine mit einfachen Hilfsmitteln modifizierte College-Pinzette bewährt.

Mit Hilfe eines in ein Technik-Handstück eingespannten Heatless-Steins wird die Zahnung der Branchen entfernt und die bearbeitenden Stellen mit einem Gummipolierer geglättet und poliert.

Die so modifizierte Pinzette ermöglicht ein sicheres Fassen der Kollagenstücke, ohne dass diese an der Pinzette anhaften.

Insbesondere bei der Anreichung durch die Mitarbeiterin ein großer Vorteil, da hier die sichere Übergabe der das Kollagen haltenden Pinzette im Vordergrund stehen muss.

Kamera Setup Canon 550D/Tubus F340/Fokusmonitor

Wir letzten besprochen anbei einige Bilder aus Behandlungen, die wir in dieser Formation angefertigt haben.
Die Fotos werden mit einer Belichtungszeit 1/250 und ISO 800 aufgenommen. Es hat sich als hilfreich erwiesen die 5fache Vergrößerung im Liveview einzustellen. Das Auslösen erfolgt durch die Assistenz mit einem Fernauslöser.
Der Bereich der scharf zu sehen ist, ist in diesem Setup u.a. sensorbedingt deutlich geringer als bei Jörg Schröders Coolpix Variante.
Es ist etwas Übung notwendig bevor die Aufnahmen gelingen.
Wir verwenden die Röderspiegel HR Front für Behandlung und Fotografie.

Die Beispielbilder sind out of the box von Behandlungsfällen der letzten Arbeitstage.

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Letzte Möglichkeit WSR?

Ein betrüblicher Klassiker: die endodontische Erstbehandlung an einem Zahn 21 schlägt fehl. Als letzte Möglichkeit den Zahn zu erhalten, wird sofort chirurgisch interveniert.

Ob sich jemand vor dem Eingriff wohl die Frage gestellt hatte, warum die Erstbehandlung fehlschlug? Ein einfaches Einzelbild und die Anamnese hätten zur Erhellung beigetragen. Die Wurzelfüllung ist alles andere als homogen. Die mittlerweile 30 jährige Patientin erlitt im Alter von 9 Jahren eine Frontzahntrauma in dessen Folge die endodontische Erstbehandlung erfolgte.

Das weite Kanallumen wurde, wie die klinischen Bilder zeigen, mit mehr als 15 verschiedenen Guttaperchastangen im Sinne einer kalten lateralen Kompaktion gefüllt. Vor 2o Jahren mitunter noch das Vorgehen der Wahl. Das Verhältnis Sealer zu Guttapercha betrug in etwa 1:1 mit kleinen Vorteilen für den Sealer.

Die Behandlungsdokumentation findet sich auf Wurzelspitze.

Mikroskop Setup DSLR

Nach dem wir letztens über die Fotografie am Mikroskop gesprochen haben und verschiedenste Setups besprochen haben, möchte ich noch mein Setup am Pro Ergo vorstellen.

Nach vielen Versuchen habe ich mich mit dieser Variante angefreundet.
Der Aufbau besteht aus dem
Strahlenteiler 50:50,
dem Zeiss Fotoadapter SLR f340 und
der Canon D550

Diesen Aufbau habe ich schon seit einigen Jahren im Betrieb.

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Interpretationssache

Der heutige Originalartikel ist das, was Kaiser Franz als „We call it a Klassiker“ bezeichnen würde. Über 10 Jahre alt, immer noch aktuell. Diesmal von Ronald Wecker, 14. Januar 2011.

Wer kennt nicht folgende Situation: Das Endometriegerät zeigt reproduzierbar eine bestimmte  Arbeitslänge an. Unabhängig vom Durchmesser des Instrumentes, ob der Kanal vollständig trocken ist oder noch geringe Mengen von Feuchtigkeit enthält.

Kurz darauf gibt die Röntgenmessaufnahme Anlass zum Grübeln. Das Ende des Messinstrumentes scheint deutlich ausserhalb der Zahnkontur zu liegen. Zudem ist keine Mittenzentrierung des Instrumentes zu erkennen.

Die erneute endometrische Überprüfung bestätigt die zuvor gemessenen Arbeitslängen. Und nun? Noch einmal das Röntgenbild betrachtet: Vielleicht ist die dünne dunkle linienförmige Struktur ja doch ein Parodontalspalt. Eine auf  0-Länge eingebrachte sterile Papierspitze zeigt auch nach längerem Verweilen keinen Blutungspunkt.

Das Verlassen auf die Endometrie hat sich in diesem Fall gelohnt. Die Röntgenkontrollaufnahme zeigt, weil mesial exzentrisch aufgenommen eine deutliche Wurzelkontur im Bereich der mesiobukkalen Wurzelfüllung.

Auch die eine Woche später durchgeführte Obturation von 45 bestätigt das endometrische Messergebnis.

Meine Lehre: Bei Messaufnahmen mit Interpretationsspielraum frühzeitig eine exzentrische Aufnahme anfertigen. Spart zwar keine Zeit, aber viel Nerven!

Apikale Aufhellung und elektrisch positiv.

von Donald Becker

Dieser Dens invaginatus war ein Zufallsbefund am Abschluss !!! der kieferorthopädischen Behandlung. Beide seitlichen Schneidezähne waren mikrodont und wurden kieferorthopädisch so positioniert, dass eine nachfolgende Verbreiterung mittels keramischer Verblendschalen möglich wird.

Nach Ablösen der Brackets stellte sich die junge Patientin bei der überweisenden Kollegin vor, die nachfolgendes klinisches Bild erstellte. Beschwerden oder Symptome gab es zu keiner Zeit. Nur die Dunkelverfärbung warf Fragen auf.

Die Behandlungsdokumentation gibt es, wie immer, auf Wurzelspitze.

Veränderung weicher Gaumen

Der heutige „Vintage“-Artikel kommt – man wird es nicht glauben – von Donald Becker, und er ist vom 04. Februar 2014.

Der Patient, zum Recall in der Praxis erschienen, hatte eine Bitte.

Ob wir nicht bei seiner Frau, auch wenn sei keinen Termin habe, einmal in den Mund schauen könnten.

Sie habe eine weißliche Veränderung  neben dem Gaumenzäpfchen entdeckt und sei diesbezüglich beunruhigt.

Das Ergebnis der Inspektion (weisses, leicht eindrückbares, nicht abwaschbares Gebilde, plaumenkerngroß) habe ich spontan in nachfolgendem Video festgehalten.

In den bald 24 Jahren meiner zahnärztlichen Tätigkeit habe ich eine solche Erscheinung bislang noch nicht gesehen und nach sofortigem Konsil die Patientin ad hoc zum HNO -Arzt überwiesen.

Irgendeine Idee, worum es sich handeln könnte und wie zu verfahren ist ?

Im Original war hier die Kommentarfunktion aktiviert.

Deshalb fanden sich nach der Erstveröffentlichung dieses Artikels verschiedene Vorschläge für Diagnosen in den Kommentaren ein.
Wir spannen Sie hier aber nicht auf die Folter, die Lösung folgt unten:
Ein kleiner Tip:

Es ist kein Plattenepithelkarzinom, wie einige vermuteten

Hier die Antwort auf den Tip mit der richtigen Diagnose:

Hallo lieber Kollege,

genau so ist es.
Es ist ein Tonsillenstein der Rachenmandel. Das Aussehen fand ich (auch wenn natürlich alle Alarmglocken läuten) ebenfalls nicht karzinomtypisch. Deshalb vermutete ich auf Grund des kryptenartigen Aussehens einen Zusammenhang mit der Rachenmandel, allerdings ohne zu wissen, dass es Tonsillensteine gibt. Auffälliger Geruch (auf den ich sehr empfindlich reagiere) war im Übrigen (allerdings durch den Mundschutz) nicht festzustellen. Der HNOler, bei dem die Patientin 30 Minuten später untersucht wurde, sagte mit danach, er hätte einen solch großen Tonsillenstein der Rachenmandel auch noch nicht gesehen.