Duplizität der Ereignisse – Apical Split (Teil 7)

Ich hätte nie gedacht, dass mich das Thema „Apical Split“ so lange beschäftigen würde.
Was auch nicht passiert wäre, wenn anscheinend eine solche Konfiguration nicht doch wesentlich häufiger vorkommt, als es allgemein vermutet wird.

Was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Denn die Behandlung solcher Anatomien war früher, genauer gesagt in der PRÄ DVT-Zeit in unserer Praxis eine Besonderheit, die gefühlt ähnlich oft, nein ähnlich selten vorkam wie die eines dreiwurzligen Oberkieferprämolaren. Also vielleicht einmal im Jahr. Oder alle 2 Jahre. Ja, vermutlich eher weniger als einmal pro Jahr. Und jetzt – mit dem neuen DVT. Dauernd. 3 Fälle im OK in den letzten Monaten. Was auch unser Rätsel löst. Beide OK-Prämolaren weisen einen „Apical Split“ auf und auch der Unterkieferprämolar weist eine solch schwierig zu behandelnde topograpische Besonderheit auf, auch wenn der Split eher in der Mitte der Wurzel angesiedelt ist und  an dieser Stelle, was die laterale Aufhellung erklärt aber noch eine seitliche Abzweigung aufweist, wie immer man diesen kurzen, weitestgehend horizontal verlaufenden 3. Kanal auch nennen möchte.

Hier die Röntgenbilder in 2 D und 3D zu den Fällen.

Schön die knöcherne Regeneration am Zahn 15 6 Monate nach Behandlungsbeginn und immer wieder beachtenswert die orthograde Darstellung im Zahnfilm, die so wenig bis gar nichts von der wahren Anatomie offenbart. Zahn 25 war im Übrigen mit Abstand der schwierigste Zahn der drei OK – Prämolaren, die WF betreffend. Hier kam die Guttapercha am Stiel – Variante für die Wurzelkanalfüllung zum Einsatz.
Der UK- Prämolar ist gegenwärtig in Behandlung.
Es bleibt sehr spannend.

Mal sehen, wie es ausgeht.

Apical Split 20200224.001Apical Split 20200224.002Apical Split 20200224.003Apical Split 20200224.004Apical Split 20200224.005Apical Split 20200224.006Apical Split 20200224.007Apical Split 20200224.008

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Kanülenverlängerung

Alle Gastautoren

Bei postendodontischen Aufbaufüllungen besteht der Wunsch, das Füllmaterial lufteinschlussfrei auch in die Wurzelkanaleingänge einzubringen. Die von den einzelnen Herstellern angebotenen Mischkanülen sind dafür entweder zu kurz oder/ und zu dick. Die in der Abbildung dargestellte Eigenproduktion löst dieses Problem.

34. Berliner Zahnärztetag

von Jörg Schröder

Nun ist es geschafft. Der Zahnärztetag ist vorbei und ich kann es noch immer nicht fassen, dass 1300 Teilnehmer die Veranstaltung gebucht haben.

Impressionen von der Diskussion.

Im Live-Blog können diejenigen, die an den vergangenen zwei Tagen nicht dabei sein konnten, einen auch inhaltlich sehr guten Überblick über das Geschehen auf dem Podium erhalten.

Live-Blog: Berliner Zahnärztetag 2020

Klare Sicht

Es gibt einige Dinge, die mich früher schnell in eine große Unruhe versetzten.
Dazu gehörten u.a. Fingerabdrücke auf dem Monitor.
Mit dem Einzug des Touchscreen kam eine gewisse Toleranz bei mir auf. Die Reinigung dieser Bildschirme und der Monitore war immer etwas schwierig. Vor allem, wenn man beim ausgeschalteten Monitor und schräger Sonneneinstrahlung dies kontrollierte.

Nun habe ich ein Mittel gefunden, daß sich recht gut bewährt hat und alkoholfrei ist.

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Toxavit – Nekrose

Freier Freitag-Beitrag, diesmal von Donald Becker vom 14.02.2009

Gestern habe ich einer Patientenbroschüre folgenden Satz gelesen: „Wenn bei einem stark entzündeten Zahn Schmerzen vorhanden sind, legt man ein Medikament in den Zahn ein und wartet ein paar Tage ab, dann kann man die Behandlung schmerzfrei durchführen“.

Ich kann nur hoffen, dass nicht Toxavit als Medikament gemeint ist, denn nachfolgender Fall aus einem unserer letzten Notdienste ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Die  Patientin, eine junge Frau um die Zwanzig suchte mit starken Schmerzen unsere Praxis auf. Wenige Tage zuvor war ein Zahn 24 anbehandelt worden, der Zahn war mit einer provisorischen Füllung, vermutlich Cavit oder einem ähnlichen Material verschlossen.

Auffällig war eine interdentale Nekrose des Zahnfleisches, die sich bei dieser jungen Patientin nur an dieser Stelle in ihrem parodontal absolut einwandfreien Gebiss wiederfand.

Nach Entfernung der provisorischen Füllung zeigte sich eine schwarze fasrige Masse.
Toxavit war vom Behandler in den Zahn eingelegt worden, hatte sich seinen Weg durch eine bestehende Karies und Undichtigkeiten zwischen Zahn und Füllung in den Interdentalraum geschaffen und dort eine Nekrose des Zahnfleisches und des in diesem Bereich befindlichen Knochens ausgelöst.

Wir konnten die Patientin von ihren starken Schmerzen befreien.
Der Verlust an Zahnfleisch und Knochen war jedoch nicht mehr rückgängig zu machen.

Was auf den Bildern dem Laien noch vergleichsweise harmlos erscheinen mag, ist nur der Vorbote eines im Laufe der nächsten Tage und Wochen noch deutlich zunehmenden Zerstörungsprozesses, der schlimmstenfalls sogar zum Verlust von Zähnen führen kann. Da die Patientin nur im Rahmen einer Notdienstbehandlung zu uns kam, liegen uns keine Fotos des weiteren Krankheitsverlaufes vor.

Einen ähnlichen Fall hatte ich in meinem ersten Notdienst als Zahnarzt überhaupt, im Mai 1991.

Damals musste ich einem Patienten einen Zahn mit Toxavit – Nekrose entfernen und hatte die Gelegenheit (der Patient war so dankbar, dass ich ihn nachts um halb drei von seinen starken Schmerzen befreite, dass er  6 Wochen lang 60 KM pro Fahrtstrecke immer wieder zu mir zur Nachsorge kam), den weiter fortschreitenden starken Knochenverlust in diesem Kieferbereich zu verfolgen.

Ich hatte bis dato noch nie Toxavit verwendet und für mich war seit dieser Zeit klar, dass ich diesen Material auch nie verwenden werde.

Ich kann nur an jeden Kollegen appellieren, ebenso zu verfahren, zumal heutige Anästhesie – Techniken eine Schmerzauschaltung auch in Fällen starker Entzündung ermöglichen und daher niemand mehr routinemäßig auf paraformaldehydhaltige Medikamente zurückgreifen muss.

Pick (3.1)

Auf Grund der zu erwartenden massiven Stufenbildung haben wir der Patientin zum Erhaltungsversuch des Zahnes mit der Prognose günstig-kritisch geraten.
Im angefertigten DVT haben wir den Kanalverlauf nach der Stufe im mb Kanalsystem versucht zu erruieren.

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Duplizität der Ereignisse – Apical Split (Teil 6)

Wie oft kommt so etwas eigentlich vor ?

So ein Prämolar mit einem „apical split“ ?

Hier 3 Prämolaren von letzter Woche.
Zahn 15 und Zahn 25 waren die ersten beiden Zähne am Dienstag morgen, Zahn 34 der erste Zahn am Freitag morgen.

Welcher der 3 weisst einen „apical split“ auf ?
Und falls nicht, welche Besonderheiten des jeweiligen Falles wären zu vermuten ?

Die Auflösung des Rätsels gibt es am Samstag nach meinem Vortrag vom Berliner Zahnärztetag bei WURZELSPITZE,  bis dahin bitte fleißig die Kommentar- Funktion zur Stimmabgabe und zur Erörterung sinnvoller Vorgehensweisen nutzen !

Traut Euch !

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Trauma, MTA und Extrusion.

Alle Gastautoren

Freitag Abend, die Praxiswoche liegt hinter mir, als plötzlich das Handy klingelt. Die 14-jährige Cousine meiner Frau ist mit dem Roller gestürzt, 1 Zahn ist abgebrochen, es blutet – mehr Infos habe ich nicht als ich etwa 30min später in der Praxis ankomme. Kurz bevor die junge Patientin eintrifft, „wünsche“ ich mir eine unkomplizierte Kronenfraktur mit aufgeschürfter Lippe. Doch schon der extraorale Befund mit massiver Weichteilschwellung lässt einen anderen Verlauf vermuten. Intraoral:

  • Massive Lazeration der Wangeninnenseite ca. 0,5cm tief, klaffend
  • 21 nach bukkal luxiert und leicht verlängert, Lockerungsgrad II, Blutung aus PA Spalt
  • 32 horizontale Kronenfraktur mit Eröffnung der Pulpa. Frakturlinie von bukkal 3mm supragingival schräg nach lingual deutlich subgingival
  • Fragment 32 vorhanden, Blutung der lingualen Gingiva

Wie die Behandlung durchgeführt wurde und wie das Ergebnis nach 2,5 Jahren aussieht, lesen Sie hier.

Endodontie in Berlin!

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Sie erwartet ein Team von erfahrenen und motivierten Mitarbeiterinnen, das Sie in der Behandlung sowohl in 4-Hand- als auch in 6-Hand-Technik unterstützen wird.

Unsere gesamte Praxisorganisation ist darauf ausgerichtet die Kommunikation mit unseren Patienten und unseren Überweisern so reibungslos wie möglich gestalten zu können.

Wir konnten Ihr Interesse wecken?

Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen und auf ein persönliches Kennenlernen.

Dr. Jörg Schröder & Mario Müller M. Sc.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an Dr. Jörg Schröder (persönlich).

Endodontologische Privatpraxis Berlin, Holsteinische Strasse 53, 10717 Berlin